Besser Arm dran ….


Der Arzt: Herr O.?: Ah, Sie sind wach.

O: … Hm? .. bin ich?

A: Im Aufwachraum. Ich wollte persönlich nach Ihnen sehen und Ihnen sagen, dass die OP ein voller Erfolg war.

O: .. schön …

A: Ja, dieses Hühnerauge kommt nie wieder. Hasta la vista, Klavus. Haha.

O: Das ist schön, Doktor. Wann lässt de Betäubung nach?

A: Betäubung?

O: Ja, die örtliche Betäubung. Ich kann meinen Fuß gar nicht fühlen.

A: Wenn Sie ein Vollnarkose bekommen, braucht es keine örtliche Betäubung, Herr O.

O: Und warum …?

A: Da machen Sie sich mal keine Sorgen. Wenn Sie Ihren Fuß nicht fühlen können ist das ganz normal nach so einer OP.

O: Da bin ich aber ….

A: Immerhin haben Sie auch keine Phantomschmerzen.

O: Was? Phan….

A: Manche Patienten haben nach Amputationen…

O: AMPU- was??!!

A: Du lieber Himmel, jetzt beruhigen Sie sich. Sie sind nicht der einzige Patient hier.

O: OH MEIN GOTT! Sie haben meinen Fuß amputiert!

A: Jetzt tun Sie nicht so, als hätten wir es Ihnen nicht bei der OP-Aufklärung gesagt.

O: Sie meinen, als Sie mich über die Risiken der OP aufgeklärt haben? Nach „Verlust jeder kognitiven Funktion“ und vor „sabbernder Idiot für den Rest Ihres Lebens“?

A: Nein, nein. Als ich erwähnte, dass wir gründliche, proaktive und terminale Methoden bevorzugen. Wie gesagt: An dem Fuß wird nie wieder ein Hühnerauge wachsen.

O: Aaaaaaarrrrrgh!

A: Oh. Wollten sie Ihren Fuß nicht sehen? Manche Patienten nehmen sie mit nach Hause.

O: Ich … ich … verklage Sie! Sie … Sie …. Metzger!

A: Na viel Spaß dabei, Herr O. Unsere Rechtsabteilung ist der am besten zahlende Arbeitgeber in diesem Bundesland. Erinnern Sie sich noch, Schwester? Diese peinliche Verwechslung bei der Geschlechtsumwandlung?

Schwester: Ja, ich …

A: Schnauze! Wir haben überzeugend darlegen können, dass ein Leben mit zwei Genitalien tatsächlich ein Vorteil ist und unser Honorar verdoppelt.

O: Wenn Sie mir vorher gesagt hätten, was Sie vor haben ….

A: Aber das haben wir doch, Herr O. Wir haben sogar Ihre Unterschrift.

O: Aber ich dachte ….

A: Sehen Sie, da ist das Problem. Sie dachten. Leider sind Sie ein medizinischer Laie und ich bin Doktor der Medizin. Ich könnte Ihnen in vielen lateinischen Worten sagen, warum es absolut notwendig war, Ihren Fuß abzunehmen. Aber das verstehen Sie ja sowieso nicht, warum also die Mühe. Vertrauen Sie mir einfach.

O: Vertrauen?! Nachdem Sie mich zum Krüppel gemacht haben?

A: Nun mal nicht so melodramatisch. Die Prothesentechnik ist heute sehr weit. Bald werden Sie wieder … Was sind Sie von Beruf?

O: Tänzer.

A: Autsch. Aber denken Sie mal an diese Einbeinige. Die Ex von diesem Beatle ….

O: Heather Mills?

A: Genau. Die hat doch auch getanzt. Sogar im Fernsehen. Das sah zwar scheiße aus … Nanana. Wer wird denn weinen?

O: Was mache ich denn jetzt?

A: Sie suchen sich erst mal eine schöne Prothese aus. Einer wie Sie landet doch immer auf den Füßen, autsch.

O: Ich bring mich um!

A: Das lassen Sie mal schön sein. Hier. Ich habe Ihnen einen Katalog zum Blättern mitgebracht. Als Tänzer und Kassenpatient dürften Sie sich allerdings höchstens den „Käpt’n Jack Sparrow“ leisten können.

O: Den was?

A: Früher hieß das Modell „Long John Silver“, aber sie müssen ja mit der Zeit gehen. Außerdem ist der Gang mit der Prothese ähnlich … exaltiert.

O: Ein … ein … Holzbein?

A: Sehen Sie es mit Humor. Wenn Sie von Vampiren angegriffen werden, haben Sie immer einen Pflock zur H … zum Fuß. Witzig nicht? Hallo? – Seufz – Schwester! Da hat sich einer am Tropf erhängt.

Schwester: Schon wieder?

Eine Integrationsdebatte


Er. Ich kann das nicht!

Sie: Wir haben doch schon stundenlang darüber geredet. Wir müssen uns besser integrieren.

Er (weinerlich): Wieso?

Sie (genervt): Komm schon. Denk doch einfach mal an die Kinder. Die sollen schließlich auch eine Chance haben, hier.

Er: Die geben unseren Kindern doch keine Chance. Was hat die Lehrerin letztens über unseren Ältesten gesagt?

Sie: Ich hab’s, ehrlich gesagt, nicht so ganz verstanden ….

Er: Kein Wunder bei dem Scheiß, den die hier Sprache nennen. Mit ihren „Äää“ und „Ööö“. Oft kann ich mich nicht entscheiden, ob die mir jetzt ’nen Guten Tag wünschen oder mich beleidigen. Und dann immer das blöde Grinsen….

Sie (ungerührt): … aber es war was von „anerzogener Renitenz“ und „Anpassungsunfähigkeit“ und dann wollte sie wissen, was du von Beruf bist.

Er: Und als du „Hochschullehrer“ sagtest ….

Sie: … hat sie nur komisch geguckt. So über ihre Brille. Und was in ihrer Sprache gesagt, das ich nicht verstanden habe.

Er: Wir hätten nie herkommen sollen.

Sie: Ach ja? Und was hätten wir zu Hause gemacht? Vom Staat gelebt oder den Hof deiner Eltern bewirtschaftet? Mit deinem Rücken?

Er: Ist halt ein agrarisches Land.

Sie: Hier habe ich auch einen Job, die Kinder sind in einer guten Schule …

Er: Wo sie von den anderen Kindern geschnitten werden. Wegen ihrer Herkunft. Ich mach den Kindern keinen Vorwurf. Aber die Eltern. Die erzählen ihnen sicher wer-weiß-was über uns.

Sie: Deswegen sind wir hier. Wir müssen uns einfach ein wenig anpassen. Der fremden Kultur öffnen.

Er: Das ist keine Kultur! Das ist …. Hottentottenland!

Sie (zischt): Pscht!

Er: Die saufen Alkohol, als würden sie dafür bezahlt. Und dann gröhlen sie in dieser ekligen „Sprache“ Lieder, in denen es ums Saufen geht. Das Essen ist ungenießbar. Und dann fi…

Sie: NA!

Er: …. findet überall Unzucht statt. Keine Religion diese Menschen.

Sie: Zu Hause hast du es nie mit der Religion gehabt. Immer, wenn ich dich gefragt habe, ob du mitkommst zum Gottesdienst, hast du abgewunken. „Die größte Leistung unserer Kultur ist die Befreiung von der Vormundschaft der Glaubens.“ dozierst du doch immer.

Er: Stimmt ja auch. Aber in der Gemeinde sind wir halt unter uns. Da ist keiner der Hiesigen. Da sprechen wir die gleiche Sprache. Sind zwar auch Leute von woanders da, aber die Religion verbindet uns auch kulturell.

Sie: Tolle Parallelgesellschaft.

Er (verkniffen): Jetzt redest du wie die Rechten.

Sie (sauer): Jetzt höre mir mal zu. Ich kann deine Greinerei echt nicht mehr hören. Und heute WILL ich sie auch nicht hören. Ich dachte, wir könnten ein Mal Spaß haben. Zu Hause hast du rum gesessen, auf unser Land geschimpft und erzählt, wie viel besser sie es hier machen. Zukunft, Wirtschaft, Medien, Bildung, alles besser. Und seit wir hier sind jammerst du in einem fort. Ich weiß, dass du dich einsam fühlst. Und dass das nicht besser wird, weil du deine Kollegen kaum verstehen kannst.

Ja, mein Gott, dann lerne doch endlich die Sprache. So schwierig ist das doch nicht. Und wenn du nur soviel lernst, dass sie sehen, dass du dich anpassen willst. Du musst ja nicht gleich anfangen, ihre Plörre zu trinken. Aber wir sind hier die Fremden und die sind hier zu Hause. Du hast die Möglichkeit bekommen, hier zu arbeiten.

Und es schadet uns sicher nicht, wenn wir über unseren Tellerrand gucken, kulturell gesehen. Wir müssen ja nicht gleich werden wie die und unsere ganze Erziehung vergessen.

Er: Und was ist, wenn unsere Kinder hier so werden wie die? Willst du, dass dein Sohn sich vollaufen lässt bis zum Koma und ständig mit anderen Mädchen …

Sie: Als ob sie das bei uns nicht auch machen würden. Und ich hoffe, du vergisst nicht, dass WIR die Eltern unserer Kinder sind und sie auch erziehen müssen. Mit unseren Werten.

So, mein Schatz. Jetzt gehst du mit mir dort rein und bist nett zu den Leuten. Sieh es als eine Feldforschung. Eine teilnehmende Beobachtung. Fremde Sitten und Gebräuche kennenlernen.

Er (kläglich): Ja, Schatz.

Sie (aufmunternd): Komm, wir stellen uns einfach vor, wir wären auf dem Schützenfest in Hannover. Los Tiger, zeig denen, was ne Lütje Lage ist!

Er: Miau?

Sie öffnen die große Tür. Sofort wird es sehr laut. Über dem Lärm hört man:

„ … en Köö – lle – denn do jehööt hä hin. Wat sull di ….“

Der große Spießertest!


Nochmal Spießer. Mit meiner grenzenlosen philanthropischen Art gebe ich euch hier und exklusiv die Möglichkeit nachzuprüfen, ob und welcher Spießer in euch steckt. Macht den großen Miszellen-Psychotest. Garantiert einmal kurz von einer Diplom-Psychologin überflogen.

Frage 1: Arbeit

Ich arbeite …

A: … um zu leben. Und damit ich mir die Wohnung in dem Szeneviertel leisten kann. Dann beschwere ich mich über die Szene.

B: … um zu arbeiten. Arbeit gibt dem Leben Sinn. Vor allem, wenn sie einem eine gewisse Machtposition gibt. Zum Beispiel als Hausmeister oder in der Agentur für Arbeit.

Frage 2: Familie

Familie ist …

A: … mir unglaublich wichtig, ne? Klar, ich habe schon seit 5 Jahren nicht mehr mit dem Lutz, meinem Dad geredet, aber mein Mann/Frau, meine Kinder und ich halten voll zusammen. Vor allem seit die Maria im Altersheim ist.

B: … der Grundpfeiler einer jeden Gesellschaft. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist das Heilige Band, das unser Vaterland verbindet. Die Frucht, die Kinder, sind der Samen, aus dem unsere Zukunft wächst. Manchmal muss man liebevoll zuschlagen, um die Familie auf die rechte Bahn zu bringen. Außerdem soll man seine Eltern ehren. Deswegen haben wir ihnen das beste Heim ausgesucht, das von ihrer Rente zu haben war.

Frage 3: Kinder

Was tust du für deine Kinder?

A: Also Thorben und Lena-Sophie gehen jetzt beide auf ein Top-Gymnasium. Internat mit Reitunterricht, Musiktherapie und Hochbegabtenförderung. Null Kinder mit Migrationshintergrund, nur Top-Elite als Eltern. War nicht einfach, den beiden 6 Stunden Nachhilfe seit der ersten Klasse schmackhaft zu machen, das können Sie glauben. Wenn sie mit ner schelchten Note nach Hause kommen, sage ich nichts. Aber wir diskutieren dann ganz ruhig über meine Gefühle als enttäuschter Elternteil.

B: Ludwig und Annelie sind wohlerzogene Kinder. Die kannst du überall hin mitnehmen. Keinen Mucks sagen die. Und fleißig in der Schule. Wenn einer mal mit ner ‚5‘ nach Hause kommt, sag ich auch nichts. Aber den Gürtel gibt’s. Auf den nackten Arsch.

Frage 4: Umwelt

Schützt du die Umwelt?

A: Umweltschutz ist wahnsinnig wichtig. Gerade jetzt mit dem Klimawandel und so. Man will seinen Kindern ja einen intakten Planeten hinterlassen. Also wir fliegen deswegen immer nach Costa Rica in so ein Naturreservat, wo wir mit den Kindern was für die Umwelt tun. Und unser Phaeton bleibt jetzt auch öfter mal in der Garage.

B: So ein Quatsch. Das haben sich wieder so linke Spinner ausgedacht. Früher gabs auch schon Autos und Flugzeuge und trotzdem wars im Sommer warm und im Winter kalt. Und davor gabs Eisenbahnen. Und? Wachsen jetzt in Hamburg Palmen? Eben.

Frage 5: Ausländer

Was hältst du von Menschen mit Migrationshintergrund?

A: Also ich bin ja mit Türken befreundet, das sind ja total andere Menschen als wir. Sowas von freundlich und zuvorkommend. So warm. Das gibt’s bei uns ja nicht mehr. Außerdem gehen wir andauernd chinesisch und vietnamesisch essen und ich habe mir sogar ein paar Brocken der Landessprache angeeignet, um mich mit den Leuten zu unterhalten. Schade eigentlich, dass in unserer Gegend keine Ausländer wohnen. Andererseits müssten deren Kinder dann auch so weit zur nächsten Hauptschule.

B: Ich hab nichts gegen Ausländer. Ehrlich nicht. So lange sie hart arbeiten und Deutschen keine Arbeitsplätze weg nehmen. Von mir aus soll jeder leben, wie er will. Nur muss ich das ja nicht mit ansehen, oder? Oder riechen. Aber sie sollen sich gefälligst anpassen, wenn sie schon hier wohnen. Nix mit 5 Frauen 20 Blagen ums Haus. Nicht mal ein Bier wollte dieser Ali mit mir trinken.

Frage 6: Religion

Wie hältst du es mit der Religion?

A: So organisierte Religion, da halte ich ja nichts von. Gott ist doch irgendwie in uns allen, oder? Für mich ist ein spirituelles Leben im Einklang mit dem Universum viel wichtiger. Die Gebote und Verbote sind ja nur da, um überkommene Machtstrukturen zu zementieren. Also kein Zwang, ne. Ich sag immer: Jesus, Buddha, Mohammed – alles gleich. Hauptsache man lebt bewusst.

B: Natürlich glaube ich an Gott. Natürlich gehe ich jeden Sonntag mit meiner Familie in die Kirche. Das gehört sich so. Die Kirche ist wie die Familie ein Grundbaustein der Gesellschaft. Die Zehn Gebote sind das Grundgesetz für jeden zivilisierten Umgang miteinander. Das Christentum ist für jeden vernünftigen Menschen ersichtlich dir fortschrittlichste Religion. Jenseits der Christenheit lauern Unmoral und Barbarei.

Frage 7: Moral

A propos Unmoral: Was ist mit Moral?

A: Frieden, Toleranz, Liebe – das ist so meine Moral. Wenn mich einer anmacht, dann gehe ich gar nicht auf Konfrontation, sondern zeige dem voll mein Verständnis. So der Kern von allen Kriegen ist ja, dass viele denken, wir sind total verschieden. Dabei sind wir alle gleich. Irgendwie, ne? Wenn wir uns mit Liebe begegnen, wird alles gut.

B: Moral und Anstand – das ist wichtig. Das kann nur sein, wenn jeder sich an die Spielregeln hält. Wer sich nicht dran hält, den sollten alle anständigen Menschen spüren lassen, dass er oder sie nicht erwünscht ist. Homos zum Beispiel. Oder Mohammedaner, die ihre Frauen und Töchter verschleiern. Oder den Bastardsohn unseres Nachbarn, der schon wieder den Lack meines Phaetons angekratzt hat.

Auflösung:

Überwiegend Antworten der A-Kategorie:

Gratuliere, du bist ein liberaler Öko-Spießer. Deine Art stammt im Großen und Ganzen aus dem Umfeld der so genannten „68er“ und ihrer Kinder. Du bist so tolerant, dass du selbst für einen Selbstmord-Attentäter Verständnis hast, der sich vor dir in die Luft sprengt. Die Umwelt liegt dir so am Herzen, dass du um den halben Globus fliegst, um sie zu retten. Politische Korrektheit ist deine Philosophie, obwohl du irgendwie ahnst, dass sie vor allem deinem Mangel an Rückgrat entspringt.

Überwiegend Antworten der B-Kategorie:

Ah, ein Spießer der alten Schule. Jeglicher Veränderung abhold, ein Freund der ‚Ordnung muss sein‘-Lehre. Koste es, was es wolle. Du kümmerst dich zuerst mal um dich selber und dann kommt vielleicht irgendwann dein Haustier. Dein Geschmack ist der deiner Eltern und Großeltern. Das Ausland magst du nicht, genauso wenig wie alle Erfindungen, die seit deiner Geburt gemacht wurden. Dein größtes Anliegen ist es denjenigen zu schaden, deren Leben weniger freudlos ist als deines. „Was die Leute sagen“ ist für dich der Kompass deiner Moral. Dementsprechend ungehemmt bist du hinter geschlossenen Vorhängen.

Die Sache mit dem Müll


Das Unheil begann, als der Pizza-Mann auszog.
Das muss ich Ihnen erklären. In unserem Haus in der Coburger Innenstadt sind wir sechs Mietparteien. Es gibt drei kleinere Wohnungen und drei größere. Für die Mieter gibt es drei Mülltonnen: eine schwarze für den Restmüll, ein grüne Papiertonne und eine gelbe für Verpackungen und Zeug. Grüner Punkt-Kram. Die schwarze Tonne wird alle zwei Wochen abgeholt, die anderen einmal im Monat.
Der Pizza-Mann lebte in einer der größeren Wohnungen. Der größten, um genau zu sein. Allein. Ich nenne ihn so, weil er nichts anderes aß als Pizza, die er sich abends von der Arbeit mitbrachte. Müll-technisch war der ständig volle grüne Eimer zwar ärgerlich, aber na ja. Wenn die Tonne voll ist, wandert das Papier halt in die schwarze. Too bad. Die drei kleineren Wohnungen nenne ich die „Töchter-Träume“. Da wohnen nämlich seit wir hier sind junge Frauen, die gerade von der Schule abgegangen zu sein scheinen. Vermutlich studieren sie an der Fachhochschule hier oder machen eine Sparkassen-Ausbildung. Denn die Töchter rotieren ziemlich schnell. Was die Töchter gemeinsam haben ist, dass sie nicht oft zu Hause sind. Wo sie stecken geht mich nichts an, aber das macht sie auch recht Müll-neutral.
Da bleiben zwei Mietparteien, die wirklich Müll produzieren. Das einzige Problem in der Vergangenheit war, dass ich manchmal den Termin zum Rausstellen verpasste und wir dem Müllauto durch die ganze Stadt nachlaufen mussten. Paradiesische Zeiten.
Dann ging der Pizza-Mann weg. An seiner Stelle zog eine kleine Familie ein. Die Situation wurde angespannt. Der Müll war jetzt immer gut voll. Dafür gab es an der Papiertonne etwas Entspannung. Aber die Wirtschaftskrise traf uns hinterhältig da, wo es am meisten weh tut: an der Mülltonne. Plötzlich mussten alle sparen und die Mütter der Töchter legten diesen wohl nahe, dass sie ihre Brut nicht weiter durchzufüttern gedenken und dass sie gefälligst selber kochen sollen. Weh uns! Das war der Zeitpunkt, an dem die Mülleimer nicht mehr schlossen, wenn ich sie weg brachte. Das war schon ziemlich eklig, besonders im Sommer. Und es wurde immer schlimmer.
Mittlerweile ist der schwarze Eimer eine Woche vor dem Abholen so voll, dass er sich nicht mehr schließen lässt. Das Papier und das gelbe Zeug können wir drei Wochen mit Hilfe von Stampfern komprimieren, aber die Tonnen zeigen langsam ein wenig Materialermüdung, was mir Sorgen macht. Generell ist eine Woche vor der Abholung Kreativität angesagt.
Das Papier ist am einfachsten. Unsere gelesenen Tageszeitungen verteile ich großzügig in der Stadt. Arztpraxen, Behörden und Obdachlose sind dankbar für kostenloses Lesematerial. Die Umverpackungen gehen zurück in die Supermärkte. Allerdings quellen dort die entsprechenden Behälter auch langsam über. Aber das ist zum Glück nicht mein Problem.
Der „gelbe Müll“ ist schwieriger. Ein Vorteil ist, dass das Zeug leicht ist. Ich gebe es ungerne zu, aber so mancher Beutel landet „zufällig“ auf der anderen Seite einer Mauer. Einmal war mir nicht bewusst, dass dort ein Biergarten ist, was ziemlich peinlich war. Der Wirt hat mir dann seinen Müll auch noch mitgegeben. Ich habe mich so geschämt, dass ich nicht protestierte. Seit diesem Vorfall sind wir dazu übergegangen, das ganze Plastikzeug einzuschmelzen. Als ich wegen meiner Lungen beim Arzt war, habe ich ihm gleich einen Jahrgang „National Geographic“ (kaum gebraucht) da gelassen.
Der Hausmüll ist schwer. Zuerst haben wir versucht, das Ganze als Herausforderung an unsere Kreativität zu sehen. Wir haben Kartoffelschalen ausgekocht, um Leim zu gewinnen. Denn haben wir dann mit Altpapier (!) zu Pappmaché verarbeitet und Skulpturen geformt, die wir wiederum mit gelbem Müll füllten. Allerdings hat uns die keiner abgekauft, auch nicht für 50 Cent. Mehr wollten wir uns das nicht kosten lassen. Die Flohmarktaufsicht war dann sehr tolerant, als sie uns dabei erwischte, wie wir das Zeug einfach stehen lassen wollten. Wir mussten nur einen alten Fernseher mit nach Hause nehmen. Im übrigen eignen sich Kaffeesatz und Eierschalen tatsächlich als Pflanzendünger. So gut, dass mittlerweile die abgefallenen Blätter von Lapis‘ Ficus fast die Hälfte unseres organischen Abfalls ausmachen. Wenigstens hat unsere Katze Spaß. Glaube ich. Wenn sie wieder runter kommt.
Wir haben es dann mit unserer eigenen Müllverbrennungsanlage versucht, aber das Grillgut hat immer so komisch geschmeckt.
Na ja, und dann sind wir halt auf die Idee mit dem Zwischenlager gekommen. Macht die Atomindustrie doch auch so. Kein Schwanz weiß, wo der Strahledreck letztendlich hin soll, aber es ist ja nun mal da. Also wohin? Na ja, und da Gorleben so weit weg ist und die unseren Müll da eh nicht wollen, haben wir gedacht …
Ach was. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Sandkasten völlig sicher ist.

Dinare für Danaer


Der Edel-Grieche „Saloniki“ in Berlin.

Kellner: Soo, bitte. Einmal die Fischplatte „Naxos“ für die Dame. Taramossalata und Vorspeisenteller „Ouzo“ für diesen Herrn und (keucht ein wenig) Grillteller „Zeus“ mit extra Gyros, extra Souvlaki und (leicht angeekelt) süßer Senf für diesen Herrn. Wohl bekomm’s.
Herr W.: Danke Yannis. Sagen Sie, wieso sprechen Sie so hervorragend deutsch?
Herr S.: Und a Weizn, bittschön!
Kellner: Ich bin in Erlangen geboren, habe hier an der FU meinen Magister in Philosophie gemacht und über die Demokratie bei Plato promoviert.
Frau M.: Donnerwetter! Und da arbeiten Sie hier als Kellner?
Kellner: Ich hätte einen besseren Job als Müllmann bekommen, aber meine Frau war degegen. Möchten Sie noch ein Glas Imiglykos?
M.: Ich muss mal ein ernstes Wort mit der deutschen Industrie- und …
S.: Erlangen? Da kannt‘ I mal eine …
M.: Herr S. Ihr Essen wird kalt.
S.: Mei! (Essgeräusche)
W.: Ist ja sehr nett hier, Frau M. Aber, ich meine …griechisch? Wenn uns jemand hier sieht, könnte das als politisches Signal gewertet werden.
M.: Keine Sorge, Herr W. Dieses Treffen ist top secret. Ich dachte, wir reden mal ganz zwanglos so unter 6 Augen, was wir jetzt machen. Und das Ambiente passt ja gut zum Thema.
W.: Steuern senken!
M.: Was?
W.: Verzeihung, das ist ein Reflex.
S. (kauend): Piff Paff.
W.: Meinen Sie Pavlov?
S.: Auch des.
M.: Meine Herren. Die Lage ist ernst. Griechenland könnte den ganzen Euro runter reißen. Und damit das halbe Lebenswerk meines politischen Ziehvaters zerstören. Von den Folgen für die Menschen gar nicht zu reden.
W.: Ach, die sollen sich nicht so haben. .
M. (ungerührt): Die Griechen haben sich das zwar alles selber zuzuschreiben mit ihrer legeren Art, aber sie sind nun mal Teil der Währungsunion und damit unser Problem.
S.: Un‘ des der anderen Euroländer auch, bittschön.
M..: Wer?
S.: Nah, Idalien, z’Beispiel oder .. Monaco.
W.: Monaco?
S.: I hab‘ a schöner Euro aus Monaco. Mit’m Fürst drauf.
M.: Ja, das ist alles schön und gut, aber wir sind die größte Wirtschaftsnation Europas und die anderen erwarten sicher von uns, dass wir das meiste zahlen, um die blöden Griechen raus zu hauen.
W.: Äh, würde das bedeuten, dass die Steuerreform nicht wie im Koalitionsvertrag vereinbart …
S. (erregt): Ja Heerschaftssackra! Kannst EINMAL von der Scheiß-Steuerreform aufhören, du Leichtmatrose?
W.: Herr. S. Ich verbitte mir aufs Schärfste diesen Tonfall!
S.: I fäll di gleich, wann du noch einmal von …
Kellner: Entschuldigung, aber die Herrschaften der Opposition beschweren sich.
M.: Erinnern Sie Frau Lötzsch bitte an den letzten 1. Mai in Kreuzberg und wer da unbedingt die „Marianne“ geben wollte. Und Frank-Walter hat nach seiner Disco-Nummer in Washington wahrlich nichts zu melden.
Kellner: Ich werde es ausrichten.
M.: Können wir uns jetzt aus das Wesentliche konzentrieren? Griechenland?
S.: Na soll doch der da mal was sagen. Mit griechisch kennt er sich ja schließlich aus.
W. (springt auf): Ich schlag dich tot, du bayrischer Fleischkäse!
(Kampfgeräusche, plötzlich endend und leises Stöhnen)
M.: Danke Yannis.
Kellner: Tipote, Frau M.
M.: Die Sache ist die, wie sie genau wissen: Wenn Griechenland bankrott ist, kann das den Euro mitreißen und dann fallen alle Euroländer um wie Dominosteine. Die Investmentbanken wetten bereits auf einen Verfall des Euros und schielen auf Portugal, Spanien und Italien. S&P haben griechische Papiere zu Ramsch erklärt, was bedeutet, dass Griechenland nicht einmal seine Schulden durch noch mehr Schulden decken kann. Es sei denn, wir anderen Europäer stützen Griechenland. Was vor allem heißt: wir bürgen für deren Schulden. Was im Klartext bedeutet: Wir zahlen. Ca. 22 – 25 Milliarden Euro, wie man mir sagte.
(Schweigen, dann hustende Geräusche)
M.: Herr S.? Geht es Ihnen gut?
S.: Argh .. (Husten) ..yros .. (Röcheln) .. alsch .. ls .. (Keuchen)
W.: Trinken Sie von dieser Plörre, dann geht es besser. Frau M. Als ihr Koalitionspartner kann ich dem unmöglich zustimmen. Wenn wir diese Summe in Griechenland versenken, können wir die dringend benötigten Steuererleichterungen für die Leistungsträger … äh, vergessen. Und (Rascheln) sehen Sie hier im Ko …
S.: Sie haben den Vertrag hier? Im Restaurant?
W. (indigniert): Ich schlafe auf dem Vertrag, Herr S.
M.: Ich habe die Zahlung bereits angewiesen.
S. und W.: Was??
M.: Ich weiß, die Wahlen in NRW etc. pp. Aber wenn der Euro kippt, kippt alles andere auch. Und mein politischer Ziehvater würde mich persönlich dafür verantwortlich machen.
W.: A-aber. Die Steuern! Der Bundesrat! Mein schönes, schönes Amt. Meine Reisen. Der Glamour. Mein Freund würde mich verlassen!
S.: Aber b’stimmt zahlt er die Scheidung aus eigener Tasche, was?
M.: Wir müssen jetzt erst mal politisch denken und nicht opportunistisch und …
(ein markerschütternder Schrei ist zu hören)
W.: Was war das?
M.: Ah, ich glaube Herr Rüttgers ist informiert worden.
S.: Ist der nicht in Düsseldorf?
M.: Doch, ja. Hm, diese Dorade ist köstlich. Wollen Sie auch Herr S.?
S.: Ne Dora hatt‘ I auch mal. Wenn’s mir was abgeben, Frau M….
W. (wimmert): 25 Milliarden! Meine Steuerreform. Mein Freund. Meine Partei. Der Rösler wird Vorsitzender! Jürgen, Jürgen, gib mir meine Prozente!
M.: Wir müssen entscheiden, was wir tun, um den Schaden für die Koalition möglichst gering zu halten.
(stampfende Schritte nähern sich) Frau M. Das war absolut unterste Schublade, diese Anspielung auf Washington. Und wenn ich überlege, dass wir mal per „Du“ waren. Unsere Unterstützung für Ihr Hilfspaket können Sie vergessen. Basta! (Schritte entfernen sich)
S.: Herr W.? Essen ’s die Calamari noch? Wir könnten’s der Vorgängerregierung in die Schuhe schiebn. Des die des unseriöse Treiben der Griechen nicht bla bla bla…
M.: Herr S., WIR waren die Vorgängerregierung.
S.: Ah. Mei.
W.: Wir könnten die USA um Hilfe bitten. So, im Zuge der Globalisierung im Namen der freien Marktwirtschaft. Ich könnte nach Amerika reisen und die marktliberalen Kräfte dazu bewegen, in Griechenland zu investieren, wegen der Chancen für die Märkte. Und Zeug. Reisen wäre jedenfalls gut. Präsenz zeigen. Außenminister sein.
M.: Herr W., die Märkte fressen die Griechen und den Euro gerade auf.
W.: Ich war aber so lange nicht mehr in den Staaten.
S.: Schaut’s, da kommt der Schäuble. Bloß net hinguck’n sonst … Mist, z’spät.
M.: Schäuble? Der kann wieder sitzen?
W.: Frau Kanzlerin! Da haben wir’s! Schneiden wir uns eine Scheibe von ihrem großen Ziehvater ab! So überstehen wir jede Krise und kommen noch in die Geschichtsbücher als Retter der Republik …
S.: … und des Bimbes …
M.: … und regieren ewiglich!
S. + M. + W.: Aussitzen!

FDP-Kurzwahlprogramm, übersetzt


tl;dr: Der gleiche Scheiß, den wir seit Jahrzehnten predigen. Wähl dich reich!

Freie Deutsche Partei (FDP) Deutschlandprogramm, Kurzwahlprogramm:

1. Mehr Netto vom Brutto
Die marktwirtschaftliche Erneuerung bietet viele neue Zukunftschancen.
Dafür brauchen wir eine echte Steuerstrukturreform. Unser Ziel sind einfache, niedrige und gerechte Steuern: für mehr Netto vom Brutto.
Unser Stufentarif mit niedrigen Steuersätzen (10%,25%, 35%) entlastet die Bürger. Dann können Sie sich mehr leisten und Unternehmen mehr investieren. Entlastung ist die Voraussetzung für Wachstum und Arbeitsplätze – und nicht nur die Folge davon.
Übersetzt: Die niedrigen Einkommen entlasten wir um 4%, die hohen um mehr als 12%. Das Problem der „kalten Progression“ fassen wir gar nicht erst an. Und die zig Miliarden Steuerausfälle, die der Staat durch die Entlastung gerade der hohen Steuerklassen, die einen höheren Anteil an den Steuereinnahmen des Bundes haben als die kleineren interessieren uns auch nicht. Wir (und unsere Wähler) haben es ja.

2. Gute Wirtschaftspolitik ist die beste Sozialpolitik
Der Staat soll sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Wir werden die Fehler der Unternehmensteuerreform beseitigen. Die deutschen Unternehmen brauchen weniger Bürokratie für mehr unternehmerische Handlungsfreiheit. Wir wollen die Verschwendung von Steuergeldern
beenden und Subventionen abbauen.
Übersetzt: Lasst die Unternehmen machen, was sie wollen. Am Ende wird schon irgend etwas Gutes dabei rum kommen. Geld brauchen wir auch nicht, denn der Staat muss ja nichts mehr machen als Außenpolitik (können wir die nicht auch privatisieren?) und, eh, Hungeraufstände niederschlagen. Soziale Netze sind ja so 20. Jahrhundert.

3. Neues Vertrauen in das Finanzsystem
Bürger und Unternehmer müssen Vertrauen in das Finanzsystem haben können. Dieses Vertrauen ist erschüttert. Wir wollen es wiederherstellen. Dies gelingt uns nicht durch mehr, sondern durch bessere und wirksamere Regeln für den Finanzmarkt. Die Bankenaufsicht auf nationaler und internationaler Ebene muss effektiver und professioneller werden.
Übersetzt: Das war jetzt irgendwie Scheiße mit der Bankenkrise und alles. Liebe Banker, dafür geht ihr heute Abend ohne Hupferl ins Bett. Und morgen denken wir zusammen darüber nach, wie so was nicht nochmal vorkommt. Wenn ihr Lust habt.

4. Energie- und Umweltpolitik für mehr Lebensqualität
Die FDP steht für eine Umwelt- und Energiepolitik mit Verstand. Der Wettbewerb der Ideen führt zu neuen Lösungen, um unsere Zukunft zu meistern. Technischer Fortschritt sorgt dafür, dass Umweltschutz, Mobilität und Energie kein Luxus sind.
Übersetzt: Bloß keine Verpflichtungen für die Industrie! Außerdem hat Guido Westerwelles Friseur gesagt, dass der Klimawandel eh mit Erdstrahlen zu tun hat. Mit uns an der Regierung muss sich niemand vor den Folgen seiner Verschwendungssucht fürchten. Und Eisbären sind doch am schönsten im Zoo, oder?

Wahlprogramm der LINKEN, Auszüge. Kommentiert.


Die „Miszellen“ sind ja bekanntlich auch eine Service-Seite. Weil die Wahl kurz vor der Tür steht, habe ich mir die Mühe gemacht, mir die Wahlprogramme der einzelnen Parteien mal anzuschauen. Leider schwafelt die LINKE wie ein Soziologiestudent im 16. Semester. Es gibt zwar auch eine Kurzfassung ihres Wahlprogrammes, aber ich habe mir die volle Dröhnung gegeben. Alles für euch.

Die Linke (Linke), Wahlprogramm (Auszüge):

1. Wer die aktuelle Krise bekämpfen will, muss mit Sofortmaßnahmen beginnen, die 
mit einem Zukunftsfonds Arbeitsplätze sichern und mit einem öffentlichen Investitionsprogramm neue Arbeitsplätze schaffen,
die sozialen Sicherungssysteme wieder befestigen und das öffentliche Eigentum stärken,
eine Millionärssteuer einführen, die Banken vergesellschaften und staatliche Hilfen nur im Tausch gegen entsprechende Eigentumsanteile und Entscheidungsrechte der öffentlichen Hand und Belegschaften vergeben.
– Liest sich ja knorke, wa? Ich sehe, dass die LINKE in den von ihr regierten Bundesländern schon mit dem Investitionsprogramm … nicht? Weil kein Geld da ist? Ach was! Und zum Glück wissen wir alle noch genau, wie unglaublich effektiv staatlich kontrollierte Betriebe sind. Immerhin war die DDR DIE Wirtschaftsmacht in Europa. Und gegen eine Landflucht der Reichen bauen wir am besten eine Mauer um Deutschland, hm?

2. DIE LINKE unterstützt den Kampf der Gewerkschaften und Sozialverbände im „Bündnis soziales Deutschland“ für eine sofortige Anhebung der Regelsätze für Hartz IV-Empfängerinnen und -Empfänger. Wir fordern für die nächste Wahlperiode die Anhebung auf 500 Euro. Es muss nach französischem Vorbild ein existenzsichernder, flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden, der in der nächsten Wahlperiode auf 10 Euro erhöht wird.
– Würde ich ja sofort unterschreiben. Aber, liebe LINKE, schreibt ihr nicht ein paar Absätze über diesem: „Ob nach der Rettung der Banken noch ausreichend Mittel bereitstehen, Arbeitsplätze und Einkommen zu schützen, ist ungewiss. Im Herbst und Winter werden die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt in voller Konsequenz durchschlagen. Erst dann wird sich zeigen, unter welch massiven finanziellen Druck die Sozialsysteme geraten werden.“ Sprich: Kein Geld da! Und die ganzen tollen Pläne mit Millionärssteuer etc. würden, wenn sie denn realistisch wären, sowieso erst frühstens 2011 greifen. So lange müsste das alles auf Pump finanziert werden. Und dass wo vorsichtige Schätzungen davon ausgehen, dass Deutschland sich auch ohne LINKE Regierung im nächsten Jahr mit fast 90 Milliarden Euro neu verschulden wird. Aua!

3. Für die Große Koalition sind Wissenschaft und Forschung in erster Linie ein Standortfaktor, vor allem für die Exportwirtschaft. […] Neue Erkenntnisse und Technologien müssen dem Gemeinwohl dienen und zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen wie der Überwindung von sozialer Ungleichheit, der Bewältigung des Klimawandels und der Ressourcenknappheit beitragen. Das geht nur, wenn über Chancen und Risiken von Innovationen transparent und mit öffentlicher Beteiligung verhandelt wird. Deshalb sind die Entscheidungen über die öffentliche Forschungsförderung aus den geschlossenen Zirkeln der Ministerien, Kuratorien und Industriekonsortien zu befreien. DIE LINKE steht der öffentlichen Förderung neuer Technologien aufgeschlossen gegenüber, wenn ihr Nutzen nachgewiesen und die Risiken für Menschen und Natur niedrig sind.
– Äh was? Die LINKE möchte gerne bestimmen, wozu geforscht wird. Sie will die „Öffentlichkeit“ an der Entscheidung beteiligen, was gefördert werden soll und nicht, sagen wir, Leute, die wissen wovon sie reden? Und gefördert werden soll, was nützt und ungefährlich ist? Hakt es? Arme Orientalisten. Arme Physiker. Armes (Forschungs-) Deutschland.

4. Die LINKE fordert:

    die Bundeswehr sofort aus Afghanistan abziehen;
    keine Auslandskriegseinsätze der Bundeswehr zulassen – auch nicht unter UN-Mandat: keine Militärberater zur Unterstützung autoritärer Regimes entsenden;
    den Verteidigungsetat verkleinern und den zivilen Friedensdienst ausbauen;
    sofort auf die Pläne zur militärischen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Bombodrom verzichten: Kein Bombodrom nirgendswo (sic!)!;
    die NATO auflösen und ersetzen durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands:  die Errichtung des „Raketenabwehrschildes“ in Polen und Tschechien verhindern; die zivilen Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen EU und Russland ausbauen; die Östliche Partnerschaft mit Staaten aus der früheren Sowjetunion unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen Russlands gestalten;
    noch ein paar super friedfertige und voll realistische Forderungen. Gummibärchen für alle!

– Ja, danke. Das wars. Im LINKE-Programm sind ja viele Sachen, die mich als linksliberalen Intellektuellen ansprechen würden. Leider zeigen Ausschnitte wie die oben, dass offenbar niemand die vielen vielen Forderungen der LINKEN zu Ende gedacht hat. Niemand, der in diesem Land und zu dieser Zeit lebt, jedenfalls.
Schade, aber vielleicht kommt die LINKE auch noch an den Punkt, ab dem man sie wählen kann. Ich würde es Deutschland gönnen.

SPD-Wahlprogramm, übersetzt


Die „Miszellen“ sind ja bekanntlich auch eine Service-Seite. Weil die Wahl kurz vor der Tür steht, habe ich mir die Mühe gemacht, mir die Wahlprogramme der einzelnen Parteien mal anzuschauen. Leider sind die meisten recht unklar geschrieben. Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen (solange ich sie noch habe), die Programme in richtige Sprache zu übersetzen.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), 8 Ziele:

1. Gute Löhne für Gute Arbeit- und zwar Alle! 1. Vollbeschäftigung? Check. Mindestlohn? Check. Soziale Gerechtigkeit? Check. Amnesie die „Agenda 2010“ betreffend? Check.

2. Erstklassige Bildung ohne Gebühren! 2. Zum Glück regieren wir kaum noch Bundesländer. Deswegen haben wir in Bildungsfragen kaum noch etwas zu sagen. Aber fordern ist billig. Deswegen fordern wir alles mögliche und vergessen darüber, dass es heute schon kaum genug Erzieher, Lehrer, Professoren usw. gibt.

3. Klimaschutz mit sicherer Energie statt gefährlicher Atomkraft. 3. Und Braunkohle strahlt ja schließlich auch nicht, oder?

4. Unterstützung für unsere Familien! 4. Denn wir Politiker leben von der Hand in den Mund und können unsere Familien kaum ernähren.

5. Echte Gleichstellung für Frauen! 5. Deswegen haben wir in unsere Parteispitze zwei Frauen und fünf Männer. Die sind aber echt gleich. Irgendwie.

6. Ein tolerantes Land für alle. Vielfalt statt Einfalt! 6. Wir sind bald so wenige, dass wir unter den Minderheitenschutz fallen.

7. Eine menschliche Gesellschaft statt ungezügelten Kapitalismus! 7. Diesen super Slogan hat uns der Gerd von einer Gazprom-Sitzung zugefaxt. Wie der immer auf sowas kommt.

8. Fortschritt durch Arbeit, Bildung, Nachhaltigkeit. 8. Zum Abschied noch’n paar Seifenblasen.

(Anmerkung: Die längere Fassung der „8 Ziele“ war nicht kopierbar und abschreiben wollte ich den Schmu nicht. Wer sich genauer informieren mag, soll den Link klicken)

CDU-Wahlprogramm, übersetzt


Die „Miszellen“ sind ja bekanntlich auch eine Service-Seite. Weil die Wahl kurz vor der Tür steht, habe ich mir die Mühe gemacht, mir die Wahlprogramme der einzelnen Parteien mal anzugucken. Leider sind die meisten recht unklar geschrieben. Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen (solange ich sie noch habe), die Programme in richtige Sprache zu übersetzen.

Christlich-Demokratische Union (CDU), 10 Punkte „Regierungsprogramm“:

1. Wir brauchen nachhaltiges Wachstum, um die Folgen der Krise zu überwinden. 
Um dieses zu erreichen, müssen wir den Haushalt konsolidieren, in unsere Stärken wie Bildung und Innovationen investieren sowie die Bürgerinnen und Bürger entlasten. – 1. Trotz dem der Kapitalismus Billionen Euro und zigtausend Arbeitsplätze vernichtet hat, fällt uns nichts anderes als „Wachstum“ ein, um die Folgen unserer missratenen Finanzpolitik zu beheben. Wir erzählen den Leuten etwas von Bildung, Innovation und hoffen, sie merken nicht, dass wir mit dafür verantwortlich waren, dass Forscher ins Ausland gehen statt im Land zu bleiben und zunehmend nur noch die Kinder reicher Leute studieren können. Außerdem machen wir lächerliche Versprechungen, die wir nicht mal vorhaben, zu halten.

2. Wir stehen weiter ein für unser Ziel „Arbeit für Alle“. Alle müssen ihren Beitrag leisten, damit Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden. 2. „Vollbeschäftigung“ ist immer ein gutes Schlagwort, leider ist das irgendwie links. Aber wir können wenigstens durch die Blume andeuten, dass wir vorhaben, Arbeitnehmerrechte weiter einzuschränken. „Alle“ sind schließlich auch die Malocher.

3. Unser Land soll Bildungsrepublik werden. Bildung darf keine Frage des Einkommens der Eltern sein. Wir wollen unser Bildungsangebot weiter ausbauen. 3. Zum Glück ist Bildung hauptsächlich Ländersache und da haben unsere Provinzfürsten etwas zu sagen. Deshalb können wir das ohne rot zu werden schreiben, während unsere Parteifreunde Studiengebühren einführen.

4. Wir werden Ehe und Familie weiter stärken. Die Familien sind der Kern unserer Gesellschaft. Es ist unsere Politik, Eltern noch bessere Wahlmöglichkeiten zwischen Familie und Beruf zu schaffen. 4. Die wirtschaftliche Benachteiligung von Frauen ist gottgewollt, denn die sollen zu Hause bei den Kindern bleiben. Wir geben den Männern was fürs gute Gewissen, um modern auszusehen.

5. Deutschland braucht starke ländliche Räume. Wir erkennen die Leistungen der Menschen in ländlichen Räumen an und werden ihre Chancen für die Zukunft sichern. Faire Rahmenbedingungen für die Landwirte sorgen für Versorgungssicherheit und faire Preise. 5. Wir brauchen dringend die Stimmen der Bauern, die nicht CSU oder grün wählen. Und fragt uns um Gottes Willen nicht nach Milchpreisen!

6. Wir setzen uns weiter für verantwortungsbewussten Umgang mit knappen Ressourcen und für die Bekämpfung des Klimawandels ein. Unsere Energiestrategie umfasst Energiesicherheit, ökologische Verträglichkeit, bezahlbare und wettbewerbsfähige Energiepreise sowie Unabhängigkeit. 6. Wir legen uns auch weiterhin nicht fest, sondern verstecken uns hinter Blabla. Letzten Endes glauben wir, dass gut für Deutschland ist, was gut für die Wirtschaft ist. Also kein Öko-Schmarrn.

7. Wir wollen die Chancen- und Lohngleichheit von Frauen verwirklichen und fordern eine ausgewogene Berücksichtigung von Frauen in Führungsfunktionen. 7. Also entscheidet euch, Mädels: Familie oder Karriere!

8. Wir wollen ein gutes Zusammenleben von Einheimischen und Migranten ermöglichen. Wer die Werte unserer Gesellschaft und Deutschland als Heimat annehmen will, wird seine Chance in unserem Land bekommen und ist uns herzlich willkommen. 8. Was „unsere Werte“ genau sind, entnehmen Sie bitte der „Bild“ und der „BamS“.

9. Wir werden die Sicherheit in unserem Land bewahren. Jeder muss die Möglichkeit haben, sich jederzeit ohne Angst und Befürchtungen auf Straßen und Plätzen bewegen zu können. 9. Dafür werden wir noch mehr Kameras aufstellen. Es ist geplant, so genannte „Televisoren“ in jedem Haushalt zu installieren um Verbrechen schon im Vorfeld der Tat zu verhindern.

10. Deutschlands und Europas Selbstständigkeit und Einfluss sind in der Krise gewachsen. Wir wollen, dass die Soziale Marktwirtschaft weltweit zum Modell wird – damit auf den Märkten klare Regeln gelten. 10. Was soll man dazu noch sagen? „Die Maus die brüllt“, vielleicht.

… Schock


Er: Hast du das gelesen? Eine unbemannte Drohne hat den Anführer der Taliban in Pakistan zerfetzt. Außerdem seine Leibwächter, eine seiner Frauen, seinen Neffen, einen Cousin, die Freundin seines Cousins und ein paar andere Leute, die nicht mit ihm verwandt sind. Oh, und seine Katze.
Sie: Was sind Drohnen?
Er: Das ist eine christliche Sekte aus dem Libanon. Schlimme Leute. Die haben damals im Auftrag der Zionisten die ganzen Palästinenser in den Flüchtlingslagern umgebracht. Entsetzliche Killer, diese Drohnen.
Sie: Und warum unbemannt?
Er: Glaubst du, irgend ein Mann mit Verstand würde so eine Mörderin heiraten?
Sie. Ah, stimmt.
Sie: Weißt du, was ich nicht verstehe?
Er: Wo soll ich anfangen?
Sie: Was?
Er: Was verstehst du nicht?
Sie: Wieso hassen die uns so, diese Christen, dass sie ihre Drohnen auf uns jagen? Ich meine. Sie haben alles, was man sich wünschen kann. Und wir wohnen in diesem Dreckloch und ich habe nicht mal eine Waschmaschine. Unsere Töchter müssen drei Mal am Tag zum Brunnen rennen, die Wäsche wird kaum sauber bei der miesen Seife, die es hier gibt. Und vom Staub überall will ich gar nicht anfangen….
Er: Dann lass es.
Sie: .. oder Ehemännern und Söhnen, die sich einen Dreck darum kümmern, wie sie angezogen sind. Warum lassen die uns nicht einfach in Ruhe, die Christen?
Er: Das geht nicht, weil in deren Koran steht, dass sie alle Moslems töten sollen.
Sie: Das steht da drin?
Er: Sicher. Gleich hinter der Stelle, wo es den Frauen erlaubt wird, außerehelich Unzucht zu treiben.
Sie: Du spinnst. Die nette Dame vom Roten Kreuz sieht nicht so aus, als wolle sie mit irgend jemandem Unzucht treiben. Und die hat auch sicher noch keine Moslems getötet, das wüsste ich.
Er: Erstens ist die dürr und hässlich. Da will eh keiner ran. Und zweitens ist die Deutsche und keine Libanesin.
Sie: Also keine Drohne.
Er: Mein Gott, jetzt hat sie’s.
Sie: Warte mal. Ist unser Koran nicht nach dem der Christen geschrieben wurden? Wie kann da drin stehen, dass sie Moslems töten sollen? Du ziehst das alles aus deiner Nase, Mann.
Er: Das liegt daran, dass die keinerlei Ahnung von Relion hast.
Sie: Religion.
Er: Relion. Das ist wie Religion, nur .. äh. wissenschaulich.
Sie: Aha.
Er: Du weißt doch, dass es nur den einen Koran im Himmel gibt, oder?
Sie: Das weiß jedes Kind.
Er: Und nur der Koran, der dem Propheten offenbart wurde, ist dem im Himmel am nächsten. Deswegen lernen wir guten Moslems arabisch und es ist nicht erlaubt, den Koran in anderen Sprachen zu lesen.
Sie Ja ja. Aber meine arabisch ist …
Er: Nicht wichtig jetzt. Jedenfalls hat Isa, der Prophet der Christen, gemerkt, dass seine Version irgendwie nicht so das war, was Gott sich gedacht hat. Und er fürchtete, dass ein anderer Prophet kommen würde, der die ganze Sache richtig stellen wird.
Sie: Mohammed!
Er: Genau. Aber weil er sich mittlerweile als Erlöser aufgespielt hat war ihm das peinlich. Er wollte nicht zugeben, dass er da irgendwas nicht richtig verstanden hat, was ihm der Engel diktierte. Ich glaube sogar, er hat den Engel einfach unter den Tisch fallen lassen.
Sie: Den Engel? Das ist doch das Beste!
Er: Isa dachte sich wohl, dass er besser raus kommt, wenn er den Engel nicht erwähnt. Jedenfalls hat er dann eine Stelle in die Bibel geschrieben, in der steht, dass er wirklich und echt der Erlöser und Prophet Gottes ist und man solle keinem glauben, der eventuell nach ihm kommt. Und Arabern sei sowieso nicht zu trauen. Schlagt sie tot, bevor sie Lügen erzählen können, sagt er.
Sie: Da hat die Frau vom Roten Kreuz aber nie etwas von erwähnt.
Er: Glaubst du, das würden die Christen so offen sagen? Die lullen uns ein mit Brunnen und Hilfslieferungen und dann schicken sie uns die Drohen.
Sie: Entsetzlich! Da geh ich nicht mehr hin.

Sie: Was ich nicht verstehe ….
Er: Keine Sorge, ich habe dich nicht wegen deines Verstandes geheiratet.
Sie: Wie gut. Ich dich auch nicht.
Er: Hmpf. Was verstehst du nicht?
Sie: Wieso machen diese Drohnen das? Ich meine Religion, oder Relion, gut und schön, aber Frauen, Kinder und Greise zu töten?
Er: Das war schon immer so, dass die Kreuzritter zu uns gekommen sind und versucht haben, uns auszurotten. Dass die Drohnen aus dem Libanon kommen ist kein Zufall. Da waren doch die letzten Kreuzritterburgen. Aber Gott hat uns bis jetzt immer beschützt. Wenn du mich fragst, sind die Christen neidisch auf uns. Und der Neid frisst sie auf. Sie können es nicht ertragen, dass es uns trotz allem besser geht als ihnen.
Sie: Besser geht? Wir haben nicht mal einen Fernseher! Jeder in unsere Straße hat wenigstens einen Fernseher.
Er: Mag sein. Aber wir haben Lior und Baram. Und Amir, Alisha, Ela und Nuria.
Sie: Nicht zu vergessen Mirjam und Ayden unsere Enkelkinder.
Er: Und guck dir die Deutsche an. Wie alt ist die? 27? 28 Jahre alt? Glaubst du, die hat einen Ehemann? Sicher nicht, denn sonst wäre sie in Deutschland bei ihren Kindern.
Sie: Sie ist eine unbemannte Deutsche. Die Arme!
Er: Die Christen haben Angst vor uns, weil sie genau wissen, dass sie eines Tages einfach weg sind. Keine Kinder, keine Christen.
Sie: Keine Drohnen.
Er Genau. Dann können wir Moslems endlich in Frieden leben. Jamal hat gesagt, er habe im Radio gehört, wie in Amerika eine Frau einer Schwangeren den Bauch aufgeschnitten hat, um an deren Kind zu kommen. Siehst du, wie verzweifelt sie sind?
Sie: Widerlich.
Er: Salim, der ein bisschen deutsch gelernt hat, hat erzählt in der deutschen Zeitung würde andauernd von Frauen berichtet, die ihre eigenen Kinder umbrächten und äßen.
Sie: Was? Wieso das denn?
Er: Das weiß keiner so genau. Aber ich denke, es ist wegen der Juden.
Sie. Was haben denn die Juden damit zu tun?
Er: Weil die Christen früher Juden waren, haben sie bestimmt auch ein paar jüdische Rituale übernommen. Und jeder weiß, dass die Juden zu bestimmten hohen Feiertagen kleine Babys essen.
Sie: Wahrscheinlich kriegen die Christinnen deswegen keine Kinder. Warum die Mühe, wenn sie sowieso gegessen werden.
Er: Genau. Du siehst. Wir müssen einfach nur abwarten, dann haben die Christen sich gegenseitig aufgefressen.
Sie: Wenn die Christen ausgestorben sind ….
Er: Ja?
Sie: Meinst, wir können und dann die Waschmaschine aus der Kaserne nehmen?