Was so in meinem Kopf rumschwimmt …


Mein Neffe war gerade zu Besuch.

Die Heutige Jugend ist ja komisch und ganz anders, als wir damals waren. Etc. pp. Ich will da gar nicht weiter drauf eingehen, sonst brine ich mich in Teufels Küche.

Jedenfalls.

Das Seltsamste an ihm finde ich, wie ein 16jähriger so überhaupt kein Interesse an Musik haben kann. Nicht mal Schlager hört er. Er war zwei Wochen hier. Ohne irgendein Musik Abspielgerät.

Da ging mir dauernd dieser alte Spruch durch den Kopf:

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Wenn es regnet, schüttet es


Es gibt Tage ….

Lapis und ich wollen im August nach drei Jahren das erste Mal wieder in Urlaub fahren, Süd-England. Das Hotel war schnell über Internet gefunden und gebucht. Zwar nicht da, wo wir eigentlich hin wollten, aber in Pllewynmouthgate ist es sicher auch schön.

Nur, wie hin kommen? Fliegen! Und scheiß was auf die CO2-Bilanz, immerhin trennen wir Müll. In der Nähe von Pfllyngatemouthden ist sogar ein Flughafen. Da Lapis Geld sparen wollte und den Frühbucherrabatt mitnehmen, haben wir also gestern Abend Flüge gesucht und gebucht. Billigflüge. „Billigflüge“.

Die Flüge von Berlin nach London waren auch tatsächlich günstig. Teuer war nur, das Gepäck mitzunehmen. Und die Sitzplätze. Und der Bus vom Terminal zum Flieger. Und Gebühr für die Benutzung der Treppe in den Flieger. Das Trinkgeld für die Flugbegleiter. Der Anteil am Kerosin. Zuschläge für Werktage, Monate ohne „-er“ am Ende und natürlich die „Weil der Vorstand ein neues Tagungsgebäude in der Karibik braucht“-Gebühr.

Aber klasse, wir fliegen nach London. Oder irgendwo in die generelle Richtung. Der Flughafen liegt wohl auf dem gleichen Längengrad, deswegen dürfen die ihn „London“ nennen. Von „London“ nach Pfllyndings kommen wir mit einem anderen Flug. Obwohl, auf der Karte sieht das so aus, als könnte man auch eine Rikscha nehmen, aber was weiß ich?

Natürlich ist der Flug günstig (Ich vermute, wir rollen einmal um den Tower und nehmen dann den Bus), aber die ganzen Gebühren fallen natürlich auch an. Zusätzlich zu „royalties“ (Unterhalt der britischen Königsfamilie), Alkoholsteuer (niemand fliegt nüchtern nach Pllynnsda) und Geld für Königspudel, weil wir damit wegkommen.

Spät am Abend waren Lapis und ich dann von der modernen Online-Buchung so kirre („Nein, das ist ein C!“ „Unsinn, ein angebissener Keks.“ „Re-captcha halt.“ „Das ist das 35.Mal jetzt.“), dass wir willenlos allem zustimmten, um nur ins Bett zu kommen. Ich vermute ein System dahinter.

Heute morgen wachten wir dann mit einem Mordskater und der Erkenntnis auf, dass wir gestern für den Preis von zwei Business-Class Tickets nach New York Flüge in der Holzklasse an das „Ass-End of England“ gekauft haben. Yay.

Lapis war ein wenig hysterisch und damit sie aufhörte, mich zu schütteln und „Was haben wir getan?!“ zu schreien erklärte ich mich bereit, zu eruieren, ob wir nicht einfach die Tickets stornieren und als billigere Alternative mit dem Taxi nach P. Fahren können.

Gesagt, getan. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von „Billigflieger #1“ (eine echten Namen zu finden, war wohl zu teuer) erklärten mir nach nur vier Stunden Suche im Netz, dass, ja, natürlich könne man stornieren. Man müsse allerdings den vollen Preis zahlen. Und natürlich fielen Storno-Gebühren an. Ächz.

Mir fiel ein, dass ich irgendwann einmal gehört hatte, oder es mir eingebildet habe, dass man Dinge, die man per Kreditkarte bezahlt hat, einfach so wieder zurückgeben kann. Vielleicht war das auch in einer „Friends“-Folge aus den Neunzigern.

Ich ging also zur Sparkasse meines Vertrauens und vertraute mich der Sparkassen-Tante an. Tantchen sprach. Und sprach. Und gestikulierte, verzog das Gesicht in wütenden Grimassen, redete auf mich ein, deklamierte gar. Einige Kunden applaudierten, ein Kind brachte ihr eine Blume. Ich war hingerissen. Als ich sie zum, wiederholten, Male darauf hinwies, dass, jaja schön gesprochen, nur leider – ich nicht hören und so .. und langsam und deutlich etc.pp. Kritzelte sie auf einen Zettel: „Das müssen Sie bei ‚Friends‘ gesehen haben.“

Niedergeschlagen wollte ich mich schon trollen, da fiel mir ein, dass ich ja meine Kreditkarte ändern wollte. Von Prepaid zu Paid, weil das Aufladen hier in Berlin so eine Tortur ist und ich sie eigentlich auch nie brauche und trotzdem Gebühren zahlen muss.

Tante Sparkasse setzte mich in einen bequemen Sessel, rief meine Kontodaten auf und ihr Gesicht gefror. Ehrlich, total eingefroren, wie nach einer Botox-Injektion. Die Details erspare ich mir und euch. Das Ergebnis meiner Erkundigungen war, dass ich nicht nur meine Prepaid-KK abgeben musste, inklusive rituellem Zerschneiden derselben, sondern auch meinen großzügig bemessenen Dispo-Kredit verlor.

Als ich aus der Filiale taumelte, redete ich mir ein, dass das Institut ja seine Kunde vor finanziellen Hasardeuren schützen muss. Wo käme man da hin, wenn man jedem daher gelaufenen Penner einen Kreditrahmen im untersten vierstelligen Bereich einräumen würde. Vielleicht hätte ich auch sagen müssen, dass ich ein Haus kaufen will und keinerlei Sicherheiten habe, aber ein großes Vertrauen in das Spiel der Märkte.

Aber was hätte ich dann mit dem ganzen Geld gemacht?

(YAY! 400. Beitrag)

Ihr habt’s gut!


Jedes Mal wenn ich mit dem Fahrrad ins Fitness-Studio fahre, bekomme ich hautnah mit, wie der Aufbau Ost funktioniert. Sogar Hintern nah.
Das geht so: Ich rattere über die „Straßen“ Reinickendorfs nach Osten und versuche, nicht in ein Schlagloch zu fallen, bzw., bei Regen, in einem zu ertrinken. Zum Glück hat Berlin noch genug Geld, um Schilder aufzustellen. „Vorsicht Straßenschäden“, steht in beunruhigenden schwarzen rot umrahhten buchtaben dort. ‚Danke, Kapitän Offensichtlich‘, denken wir dahinschleichenden Verkehrsteilnehmer, bevor wir, abgelenkt, einen Achsbruch erleiden. D'uh
Dann nähere ich mich mehr oder weniger ehrfürchtig, der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Ok, um ehrlich zu sein, nähere ich mich fluchend und mit Mühe auf dem Sattel haltend. Dort wo früher der Todesstreifen war, überkommt mich dann eine tiefe Ruhe. Bin ich gestorben? War da noch eine Mine? Nein, ich bin soeben in Brandenburg angekommen. Makelloser schwarzer Asphalt begrüßt mich. Es gibt sogar, schluck, Blumenkübel rechts und links der Straße, die lebendige Pflanzen enthalten!
Irgendwo müssen die mehr als 12 Billionen ja geblieben sein, die seit der „Wende“ in den Osten geflossen sind. Und tatsächlich: hier in Glienicke/Nordbahn kann ich auf ihnen Fahrrad fahren. Ich schreibe das nur wenig bitter. Ich gönne den Leuten ihre „blühenden Landschaften“. Und ich weiß, dass das nicht alles so toll ist, wie es sich im verschlafendsten Teil des Kreises Osthavel ausmacht. Aber dann denke ich auch an meine Heimat, wo sich griechische Verhältnisse abzeichnen, und die trotzdem brav den Soli abführen müssen.
Wenn ich dann nach dem Training in den Westen rübermache, bin ich froh, wenn ich das Schild „Berlin. Bezirk Reinickendorf“ wieder hinter mir habe. Sicher, die Straßen sind schlecht. Nichts funktioniert richtig, siehe Flughafen und andere Großprojekte. Berlin ist arm, das weiß jeder, aber immerhin sexy. Und Glienicke/Nordbahn – so schön es ist, so gepflegt es ist, so ruhig es ist – ist sexy wie ein Swingerclub in Hobbingen.
Dann werde ich wieder fast über den Lenker geschleudert und frage mich, ob Sex nicht total überbewertet wird.

Wieder da!


Hallo Alle!

 Nach 2 Monaten heißt es endlich:

Image

 

 Ohne Kragen, aber mit praktischem Reißverschluss am Hals.

Ich bin immer noch angeschlagen, aber es wird wieder.Und erst mal ist Erholung angesagt. Lapis hat auch Urlaub, also erwartet nicht zuviel in den nächsten beiden Wochen: Nur: es wird wieder regelmäßige Miszellen geben. Und es wird sich etwas ändern hier.

 Stay tuned,
Skeltem.

23.5.2012: I’m still here


Aber ich weiß nicht mehr, wie lange.

Hallo Alle.
Es war ein wilder Ritt. Manchmal zumindest.
Ich danke meinen langjährigen Leserinnen und Lesern, die meinem Blog so lange gefolgt sind. Und sich so manches Labern, Schwadronieren, Klugscheißen etc. anlesen mussten. Ich hoffe, es waren aber asuch gute, unterhaltsame und manchmal nachdenklich stimmende Artikel dabei.

Ich stehe gerade mal wieder vor einer persönlichen Zäsur. Je nachdem, was in den nächsten Tagen passiert, geht es mit dem Blog weiter oder … nicht.

Alles Gute,
Skeltem

30.12.2011: Danke, Thank You, teşekkür ederiz


Vielen Dank für die netten Geburtstagsgrüße. Ich war gerührt und auch ein wenig beschämt, weil ich, zumindest auf Facebook, diese Erinnerungen „Dein Freund hat diese Woche Geburtstag“ meistens einfach ignoriere. Jetzt merke ich, wieviel es mir bedeutet, dass Menschen an mich denken. Ich werde mich bessern. Versprochen.

Thanks a lot for all the nice words and greetings or my birthday. I was touched and a bit ashamed because, at least on facebook, I mostly ignore these birthday reminders. Now I realize how much it means to me to know there are people who think of me. I’ll be better. I promise.

Benim Türk çok iyi değil. Bu nedenle, Google Translator ile:
Güzel doğum günü tebrik için teşekkür ederiz. Ben, Facebook en azından, bu anılar, çünkü dokundu ve biraz utandı „Arkadaşınızın bu hafta doğum günü var“ genellikle sadece görmezden. Şimdi insanlar beni düşündüğünüz benim için ne kadar önemli olduğunu biliyoruz. Ben daha iyi olacağım. Sözü verdi.

6.12.2011: Niederer Bewusstseinszustand


Hallo Alle.

 Seit einer Woche bin ich wieder zu Hause. Gott sei Dank. Am Ende kam ich mir vor wie in einem dieser Filme, in denen der Held in einem gottverlassenen Kaff landet und nicht mehr weg kommt, weil

 a) der Sheriff ihn für einen gesuchten Verbrecher hält
 b) der lokale Großgrundbesitzer ihm die Schuld für seine Missetaten in die Schuhe schiebt
 c) Aliens
 d) Vampire
 e) Thomas Gottschalk einen Nqchfolger für „Wetten, dass …“ sucht
 f) alles zusammen

Mit anderen Worten: es war ein Alptraum. Also ein Bewusstseinszustand, in dem ihr euch alle auch hin und wieder mal befindet. Tu quoque, Sir Winston 😉

Ich werde noch ein oder zwei „Unterwegs“-Miszellen posten, schließlich müssen die Bilder vom MOPI weg und ich bin noch nicht wieder ganz normal da oben *pfeif*

Dann kommen die verdammten Feiertage und ich werde wieder extrem sarkastisch.

Freut euch drauf.

Ein wacher,
 Skeltem