8.10.2009: Es knirscht und knackt …
Hallo Alle!
In meiner unermüdlichen Anstrengung doch noch etwas Sinnvolles aus meinem Leben zu machen, entwickele ich immer wieder größere oder kleinere Pläne. Der letzte größere Plan bestand aus einem Informatik-Fernstudium.
Es wäre ideal gewesen, wenn es geklappt hätte. Informatiker werden immer gesucht und gebraucht. Und ich habe sowohl von bekannten Nerds als auch Gehörlosen mitbekommen, dass man bei dem Job nicht unbedingt auf das Gehör angewiesen ist. Leider stand der Verwirklichung des Plans ein großes Hindernis im Weg: ich. Nachdem ich mich sorgfältig informiert hatte, mit der Fernuni Hagen in Kontakt getreten war und schon einmal, quasi als Fingerübung, angefangen hatte, JAVA zu lernen rannte ich vor die gleiche Mauer, an der ich als Jugendlicher gescheitert war. Mathematik.
Ich kann weder rechnen, noch habe ich den geringsten Sinn für Zahlen. Das ist mir alles so fremd wie Leistungssport. Ich hatte mir ein paar Bücher besorgt, die in die Informatik einführten und merkte recht schnell, dass mich das heillos überfordert hätte. Schade.
Der neue Plan ist eigentlich noch nicht spruchreif, aber ich denke, ich werde mich darauf beschränken, was ich wirklich kann. Zehn Jahre nach meinem Uni-Abschluss beschäftige ich mich wieder ernsthaft mit Forschung.
Um mich auf das neue Projekt vorzubereiten, habe ich wieder einmal einen Sack Fachbücher über die Fernleihe kommen lassen. Und festgestellt, dass ich nicht nur eingerostet bin, sondern auch vollkommen im Sand begraben und von neuer Vegetation überwuchert
Ich habe zwar nie mein Interesse an der Ethnologie und Religionswissenschaft verloren (wie ihr ja leidvoll erfahrt
). Aber es ist etwas anderes, für sein Blog ein paar Seiten durchzulesen und zusammenzufassen oder tatsächlich wissenschaftlich zu arbeiten. Bei mir knirscht und knackt es im Kopf.
Aber auch wenn es etwas weh tut, von „Einführung in die Ethnologie“ gesagt zu bekommen, dass man ein chauvinistisches, ethnozentrisches Schwein sei (oder schlimmer: Laie!), tut es doch gut, wieder zu arbeiten. Ich hoffe mal, dass ich a) den Schwung nicht verliere, b) nicht schlimme Dinge passieren, dass ich wieder aufhören muss und ich c) nie den Glauben verliere, dass es doch etwas nützt, nicht aufzugeben.
In diesem Sinne: Held sein!
Skeltem