Archiv für November, 2007

25.11.2007: Aua!

Veröffentlicht in Allgemeines am November 25, 2007 von skeltem

Hallo Alle.

Ich weiß, dass eine neue Miszelle fällig und sogar überfällig ist. Leider haben meine Augen gerade mal wieder entschlossen, mir den Krieg zu erklären. Zur Strafe sperre ich sie hinter meine Lider. Das haben sie nun davon.

Langer Rede kurzer Sinn: Diese Woche leider keine Miszelle mehr. :(

Ich leg mich hin.

Skeltem

Oma Sonnenschein und der Graue Tiger

Veröffentlicht in Kurze Geschichten am November 15, 2007 von skeltem

Ein Gespräch, das ich nicht im Krankenhaus überhört habe, von dem ich aber weiß, dass es so hätte stattfinden können. Vertraut mir.

 

Der Graue Tiger ist ein älterer Herr, der am nächsten Tag einer kleineren Operation unterzogen werden soll. Er liegt in seinem Pyjama im Krankenbett, obwohl er durchaus noch durch die Gegend spazieren könnte. Aber er denkt wohl, dass man das so macht, wenn man im Krankenhaus ist. Der Graue Tiger war noch nie im Krankenhaus, weil er im Grunde ein sehr gesunder und gesund lebender Mann ist.

Oma Sonnenschein ist seit 54 Jahren seine Ehefrau. Sie ist ebenfalls die Gesundheit in Person, fühlt sich aber um viele wichtige Erfahrungen betrogen.

 

(Die Tür geht auf und Oma Sonnenschein betritt das Krankenzimmer. Ihre Miene ist verkniffen und ihre Augen sind rot wie bei jemandem, der Tränen zurück hält. Der Graue Tiger lässt das Magazin sinken, in dem er gerade gelesen hat und seufzt.)

GT: Hallo, Mutter. Schön, dass du mich besuchen kommst.

OS: (mit erstickter Stimme): Ach Vater. (sie bricht ab und unterdrückt ein Schluchzen)

GT: Na, was denn? Du tust ja so, als wenn das eine große Sache sei.

OS: Natürlich ist das eine große Sache, es ist eine Operation!

GT: Mutter, sie machen was an meiner Nase, damit ich besser Luft bekomme. Und hast du nicht immer gesagt, ich schnarche so laut, dass ich dich manchmal wecke?

OS (den Tränen näher): Aber es ist eine Operation!

GT (geduldig): Aber übermorgen Abend bin ich ja schon wieder zu Hause. Wenn nichts dazwischen kommt.

OS: Wenn nichts dazwischen kommt! Und wenn doch?

GT: Na ja, das kann man nie …

OS: Du bist jetzt 73 Jahre alt, Vater. Gott sei Dank hattest du noch nichts, aber was ist, wenn was passiert? Es kann immer was passieren. Es kann immer was passieren!

GT (leicht genervt): Du kannst auch auf dem Nachhauseweg vom Auto …

OS (entsetzt): Sag doch sowas nicht. Mal den Teufel nicht an Wand.

GT: Was ich sagen will: die Wahrscheinlichkeit, dass bei so einer kleinen OP was schief geht, ist wirklich sehr gering.

OS: Aber es kann!

GT: Es kann immer. Aber warum soll ich mir darüber Sorgen machen? Es wird schon gut gehen.

OS: Aber es kann was passieren!

GT: Mutter! Sei doch mal ein bisschen realistisch.

OS: Ich bin realistisch. Es kann was passieren. Bei der Narkose oder so. Und dann bin ich ganz allein. (fängt an zu schluchzen)

GT (langsam verärgert): Na, du hast ja immer noch die Kinder. Und Elke ist schwanger.

OS (schreit auf, die Nachbarn im Zimmer gucken irritiert): Da! Du denkst schon daran, was aus mir wird, wenn was passiert. Die Gedanken hättest du nicht, wenn du sicher wärst, dass nichts passiert.

GT (unterdrückte Frustration in der Stimme): Mutter! Es wird nichts passieren. Es ist ein einfacher Eingriff an der Nase, der hier täglich fünf bis sieben Mal gemacht wird. Es ist noch niemand nicht aus der Narkose aufgewacht. Zumindest nicht nach dieser OP. Es ist technisch gesehen nicht mal ein richtige Operation. Wirst du bitte endlich aufhören, dir Sorgen zu machen.

OS (schnieft): Wie kannst du so sicher sein? Was, wenn du der Erste bist?

GT: Mein Gott, Mutter. Es kann auch jeden Moment ein Flugzeug auf das Krankhaus fallen und dann sind wir alle tot!

OS: (langer Klageton)

GT: Mutter, tu mir einfach die Liebe und … Guck mal, willst du mir helfen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass nichts passiert?

OS: (nickt stumm)

GT: Dann geh mal in unsre Kirche und zünde ein, zwei Kerzen an.

OS (verheult): Aber du glaubst da doch nicht dran, hast du immer gesagt.

GT: Man weiß ja nie. Schaden kann es nicht und vielleicht nützt es was.

OS: Glaubst du, der Herr kümmert sich um einen Atheisten wie dich?

GT (gezwungen gut gelaunt): Na, wenn du ein gutes Wort für mich einlegst …

OS (steht auf): Es kommt, wie es kommt. Alles ist in Gottes Hand. Wir können nur das Beste hoffen. (Pause) Auch wenn es schwer fällt. Tschüss, Vater. Ich gehe gleich zu St. Marien. Sei tapfer!

GT: Tschüss Mutter. Ich versuch’s. Aber mir wird nichts ja nichts passieren. Wegen der Kerzen und so.

OS: (nickt enthusiastisch und geht zur Tür. In der Tür dreht sie sich noch einmal um und wirft einen letzten Blick auf den Grauen Tiger und geht dann)

Schwester (kommt herein): Na, Herr … Alles klar für morgen? Sie brauchen sich wirklich keine Sorgen machen, der Doktor Meier hat den Eingriff ungefähr 300 Mal gemacht.

GT: Ich mache mir keine Sorgen. (räuspert sich) Aber kann ich eine Patientenverfügung bekommen.

Da gewesen – Gewicht verloren – wieder hier

Veröffentlicht in Allgemeines am November 8, 2007 von skeltem

Hallo Alle!

Seit einer Woche bin ich wieder im Lande. Ich habe euch ja gedroht, dass meine Abwesenheit diesmal kürzer ausfällt.

Mir geht es ganz gut, bin noch ein wenig wackelig und wenn ich die Treppe hier im Haus hinter mir habe, sehe ich Sterne. Aber sonst ist alles bestens :) Im Ernst: Ich bin schon wieder so fit, dass Lapis’ Andeutungen, dass ich wieder meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit im Haushalt erfüllen soll wohl oder übel nachkommen muss.

Das Gewicht, das ich diemal verloren habe, hielt sich auch in Grenzen, zumal die sehr nette Oberschwester es sich in den Kopf gesetzt hat, mich zu päppeln. Das hieß, praktisch den ganzen Tag Krankenhaus-Kost futtern. Sie hat es bestimmt gut gemeint.

Wenn ich den Nerv finde (und mir der Haushalt Zeit lässt *Seufz*), schreibe ich diese Woche noch eine neue Miszelle.

Cheers,
Skeltem